03.  April 2023 – Tag 27

Von Salamanca nach El Cubo de la Tierra del Vino

Wetter: Morgens sonnig und kalt (+3°), nachmittags bildete sich eine dünne Wolkendecke und die Lufttemperatur wurde wieder angenehm

Heute Morgen um 20 Minuten nach 7 Uhr habe ich am Rand des Zentrums von Salamanca nach einem offenen Café gesucht. Das sollte an einem Wochentag kein Problem sein, dachte ich. Gefunden habe ich aber keins. Und so gab es dann in einer Churreria süsse Churros und Milchkaffee. In dem Laden war viel Betrieb.

Im Internet hatte ich erfahren, dass es in Salamanca kaum gelbe Pfeile gibt an der Via de la Plata in Richtung Norden. Details dieses Weges werden aber gut beschrieben. Die habe ich mir gestern Abend angeschaut und heute Morgen den Weg entlang lärmiger Strassen problemlos gefunden.

Vor einem Kirchlein im ersten Dorf nach Salamanca sassen die beiden französischen, gerade pensionierten Pilgerschwestern Solange und Nadine. Die beiden sind mir auf meinem langen Weg immer wieder einmal begegnet, aber schon seit mehreren Tagen nicht mehr. Dieses unerwartete Treffen war für alle eine nette Überraschung.

Da die beiden gerade vor dem Kirchlein Fusspflege betrieben, habe ich mich allein auf den Weg nach Norden gemacht. Im ersten, mehrstündigen Teil der heutigen Etappe, verlief der Weg mit leichtem Auf und Ab auf einer menschenleeren Hochebene mit riesigen Feldern.

Jakobsweg-Klischee – hier wurde es wahr

Mein Mittagessen bestand heute aus einem Käse-Schinken-Sandwich und Milchkaffee in der Bar ‚El Torre‘ in einem kleinen Dorf unterwegs. Das war eine nette Abwechslung, auch wenn das Brot von letzter Woche war.

Die lange Nachmittagsetappe verlief in einem ewigen Auf und Ab neben einer Autobahn und einer Nationalstrasse. Gegen 17 Uhr erreichte ich nach 37 km mein Tagesziel, das Dörfchen El Cubo de la Tierra del Vino mit 340 Einwohnern. Als ich dort in der Pilgerherberge ankam, gab es schon 5 andere Übernachtungsgäste. Solange und Nadine gehören dazu.

Nadine am Pool der Herberge. Da half auch kein Optimismus – da war kein Wasser drin

Von den gestern von mir beschriebenen Osterpilgern habe ich keinen zu Gesicht bekommen. Hier in der Herberge gibt es jedenfalls niemand dieser Kategorie. Gibt es die vielleicht nicht oder nur in der Nähe von Santiago, um rechtzeitig zu Ostern dort anzukommen?

Ich bin erst einmal erleichtert und werde weiter darüber berichten.

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