23. März 2023 – Tag 17

Von Valdesalor nach Caceres

Wetter: Sonne und Wolken, weiterhin sehr warm

Unterwegs nach Careres

Die heutige Etappe war kurz und unspektakulär. Um die Mittagszeit waren wir – Mike, Lukas und ich – im Zentrum von Careres. Die Stadt mit knapp 100’000 Einwohner*innen hat eine sehenswerte, autofreie Altstadt – sie gehört seit 1986 zum Weltkulturerbe der UNESCO – und so bleiben wir heute hier.

Lukas hatte eine schlechte Nacht. Wegen vieler, fremder Geräusche in der Pilgerherberge – es gab u.a. viele Schnarcher – haben wir beschlossen, heute in einer preiswerten Pension zu übernachten.

Pension Carretero am Plaza Mayor

Mein Zimmer geht nach hinten raus und ist sehr ruhig. Das Zimmer von Mike und Lukas hat ein Fenster zum Plaza Mayor. Ich hoffe, sie werden damit glücklich. Sie wollen sich aber wegen weiterer Schnarchnächte Ohrstöpsel kaufen und diese bei Bedarf schon heute Nacht benutzen.

Heute ist übrigens mein Geburtstag: Ich bin 71 geworden. Ich wollte hier eigentlich niemand davon erzählen, aber die Wirtin unserer Pension hat das beim Kopieren meiner Passdaten gesehen und mir – gut sichtbar und hörbar – gratuliert 😀.

Mein 71. Geburtstag auf der Via de la Plata

Nachmittags habe ich mir die Altstadt und die Kathedrale angesehen. Das intakte, mittelalterliche Stadtbild ist ausgesprochen sehenswert, aber sah es so wirklich in einer solchen Stadt aus? In anderen Orten weiter im Süden von hier gibt es in ähnlichem Ensembles Laden neben Laden, die meisten vollgestopft mit Andenken. Hier in Caceres gab es nicht einen! Nur Häuser und überhaupt kein Leben.

In der Altstadt von Careres

Mein Geburtstagsabendessen war nett und sehr fröhlich. Mike und Lukas haben mir eine kleines Geschenk mitgebracht: Eine kleine Tube Hautcreme zur Pflege meiner trocknen Haut von Nase und Wangen. Ich hatte in den vergangenen Tage danach vergeblich gesucht. Lange sah es so aus, als wenn wir überhaupt nichts zu essen bekommen würden, unsere Getränke und die Teller Oliven und Kartoffelchips wurde schon ein drittes Mal nachgefüllt, als es endlich losging.

In einem der Strassenrestaurants am Plaza Mayor haben wir zu Abend gegessen

Die schlechte Nachricht beim Abendessen war, dass Kim aufgibt und nach Hause zurückkehrt. Er wollte nicht weiter jeden Tag mit einer starken Schmerztablette beginnen. Seine Knie wollen diesen Camino nicht weiter laufen. Schade, wir werden ihn vermissen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert